Beannachtaí na Nollag

An Weihnachten wollen wir nicht über Geld reden, aber vielleicht über Wünsche. Geld macht uns ungleich, Wünsche mitunter auch. Es sei denn, sie sind mit Geld nicht zu erfüllen, wie zum Beispiel ein Besuch in Newgrange im irischen County Meath. Einmal im Jahr, zur Wintersonnenwende, wird die Kammer dieses prähistorischen Ganggrabes in Sonnenlicht getaucht. Allerdings nur, wenn die Sonne sich den Weg durch den oft wolkenverhangenen Himmel über Irland bahnen kann. Da nur ein paar handvoll Menschen in das Bauwerk passen, wurden zunächst ellenlange Wartelisten geführt, bis dieses sinnlose Unterfangen (wegen der menschlichen Sterblichkeit, worin weitgehend ebenfalls Gerechtigkeit liegt) durch ein Lotterieverfahren ersetzt wurde.
Newgrange erwähnen wir, weil es sich beim Zelebrieren von Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen um heidnische Bräuche handelt, die im keltischen Kalender vermerkt sind. Auch das Dekorieren mit Stechpalmen- und Efeukränzen, wie es in Irland noch heute an Weihnachten zelebriert wird, geht auf keltische Bräuche zurück. Diese floralen Gebinde sollten böse Geister abwehren. Dem hängenden Mistelzweig sagten keltische Priester und Druiden heilende und die Fruchtbarkeit befördernde Kräfte nach.
Mit der Christianisierung Irlands vermischten sich heidnische Winter-Rituale und das religiöse Weihnachtsfest. Heidnische Rituale wie der aufgehängte Stechpalmenkranz haben sich erhalten und erinnern an das alte Irland. Nur wissen von diesem Ursprung nicht mehr viele und dass Weihnachten nicht der große Bruder vom Black Friday ist… – wer weiß, ob das nicht auch bald dem Vergessen anheim fällt.
Beschenken Sie sich selber mit schönem Erleben, schenken Sie sich und Ihren Liebsten Zeit. Wir wünschen allen entspannte friedvolle Feiertage. Happy Christmas, Beannachtaí na Nollag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.