Hinweise zu Materialien und Pflege

Wolle

Wolle hat die Fähigkeit zu atmen. Sie nimmt aufgrund ihrer besonderen Struktur Feuchtigkeit auf und gibt sie umgekehrt bei trockener Luft wieder ab. So schenkt sie rund um die Uhr ein wohltuendes Klima. Schurwolle ist von Natur aus äußerst schmutzunempfindlich. Die Wollfaser, die in ihrem Inneren in hohem Maße Feuchtigkeit binden kann, lädt sich kaum elektrostatisch auf und zieht keinen Schmutz an. Meist genügt es, Ihr Kleidungsstück auszuschütteln. Nach dem Tragen sollten Sie dem Kleidungsstück eine Ruhepause gönnen. Reine Schurwolle erholt sich am besten in feuchter Luft oder im Bad, während Sie heiß duschen. Hier verschwinden Gerüche und Schmutz ganz von selbst.

Schafwolle ist temperaturausgleichend und atmungsaktiv, nimmt Feuchtigkeit gut auf, ist selbstreinigend und körperfreundlich. „Die Naturfasern lassen sich grob in Tier- und Pflanzenfasern einteilen. Die Eiweißfaser Wolle, die dem Menschenhaar am ähnlichsten ist, weist dabei die geeignetsten Eigenschaften auf: Im Gegensatz zur Pflanzenfaser, die Schmutz und Schweiß aufnimmt und so mit der Zeit verpilzt und zu riechen beginnt, vermag die Wolle Staub und Schmutz festzuhalten und beim Lüften und Ausschütteln wieder loszulassen; sie transportiert sogar die Körperausdünstungen nach außen, sofern dies nicht durch darüber liegende Pflanzen- oder Kunstfaserkleidung verhindert wird. Sie besitzt außerdem antibakterielle Wirkung und fängt lange nicht so schnell an zu riechen…Wolle vermag außerdem bis zu einem Drittel ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufzunehmen, ohne sich naß-kalt anzufühlen. Schon das macht sie für alltagstaugliche Unter- und Oberbekleidung nahezu unschlagbar.

Wenn Wollsachen regelmäßig gelüftet werden, können sie sogar lange Zeit getragen werden, ohne dass sie gewaschen werden müssten. Wenn wirklich Waschen nötig wird, dann handwarm mit einem sanften Wollwaschmittel, möglichst per Hand und ohne starkes Wringen. Dabei würden sich die fein gekräuselten Wollfäserchen nämlich noch mehr verhaken, was zum Einlaufen und Verfilzen führt.“ (Autor: Gottfried Graupner) Keinen Weichspüler benutzen, sonst verstopfen die Poren und die Wolle verliert ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen. Nach der Wäsche das Spülwasser gut ausdrücken (beispielsweise durch Einlegen in ein Handtuch, nicht wringen), dann liegend trocknen. Wer seiner Wollkleidung und sich etwas Luxus gönnen will, kann auch ein Wolltrockenbrett zum aufstecken auf die Badewanne nehmen, welches aus einem Gazeartigen Kunststoff besteht und durch die feinen Poren und guter Belüftung eine rasche und schonende Trocknung im liegen ermöglicht.

Alpaka
Alpakafasern zeichnen sich durch ihre Leichtigkeit und optimales Temperieren aus. Bewirkt wird dies durch die innen hohlen Haare, die Luft einschließen. Da Alpakafasern weich sind, bilden sich durch Reibung Flusen, die am besten vorsichtig abgezupft oder abgeschnitten werden.

Irlands typische Strickmuster
Aran-Pullover sind im Original aus öliger schwerer Wolle, die dem Regen trotzt und in den Stürmen wärmt. Die Fischer von der irischen Westküste fuhren darin gut geschützt aufs Meer. Jeder Landstrich, jede Familie hat eigene Strickmuster, und ein verunglückter leblos an Land gespülter Fischer konnte zuweilen am Pullover identifiziert werden.
Heute sind die Pullover etwas leichter geworden, doch die Muster folgen der Tradition. In sie fließen seit jeher die Wünsche, Gebete und Sehnsüchte der Strickerinnen ein. So symbolisiert die Kettengliedern nachempfundene „Link“ die Verbundenheit mit der Heimat. Das Brombeermuster steht für Gott und das Leben. Ein einfacher Zickzackstreifen erinnert an die wilde Klippenküste der Insel, zu der man immer wieder zurückkehrt. Körbe symbolisieren reiche Ernte und Fischfang. Maschen in Form eines Lebensbaumes bedeuten die Einheit der Familie. Rautenförmige Spaliermuster versinnbildlichen die von Steinwällen umgebenen Felder der Insel. Als Zeichen für die Geschenke des Meeres gilt das Irisch-Moos-Muster. Die Doppel-Zickzack-Linie ist die Umschreibung für das Auf und Ab einer Ehe. Das einem gewundenen Ankertau nachempfundene Muster steht für das Glück und die Sicherheit des Fischers. Gestrickte Honigwaben drücken den Wunsch aus, eine gerechte Belohnung für den Bienenfleiß der Inselbewohner zu erhalten.

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