Gary Shaw: From the Jockey series

(Frühling/Sommer 2010)

…Die Jahrtausendhürde übersprang Shaw gewissermaßen als Jockey. Seit Ende der 90er Jahre hatten es ihm die farbigen Dresses aus der Welt von Reiter und Pferd angetan. In ihrer schier unerschöpflichen Vielfalt an Mustern und ihren Farbkombinationen. Es entstanden in der Folge viele hundert handtellergroße Leinwände. Gerade das kleine Format läßt diese Bilder sehr unmittelbar wirken, malfrisch. Dem formal Abstrakten wohnt Leben inne, und es schleichen sich immer wieder kleine Landschaften und Figuren vors Auge des Betrachters.

Aber der Berg ist kein Berg und das Tal ist kein Tal. Die Dinge auf Gary Shaws Bildern sind ihrer Namen benommen, als könnten diese Namen uns von der wahren Empfindung abschneiden.
Trotzdem: Shaw kann auch „Natur“. Das merkt man. Darum gelingt es ihm, locker zu sein, auch im formal Geordneten. So macht er die Dinge unserer Erfahrung zugänglich…

B.L.

 

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